Old Legends

Akt 3 Karussel

Nach unten

Akt 3 Karussel

Beitrag von Sue am Do Nov 24, 2016 5:38 pm



Faszinierend wie sich der menschliche Part seiner selbst so niederhalten ließ, wo er doch so lange der Präsenz des Teufels trotzen konnte. Und da dachte ich, dass ich nie meine Chance bekäme bei dem Sturkopf...tsehe
Das leichte, fast schon gehässig klingende Lachen hallte in der Seele nach und auch an den kalten Steinwänden des Ortes wo der verzweifelte Mensch seinen Körper im wahrsten Sinne des Wortes deponiert hatte. Selbst dem Teufel war aufgefallen wie Schwäche den einzs so durchtrainierten Körper wie eine schleichende Krankheit angefallen und sich in den Knochen festgesetzt hatte. Ein Murren erklang aus der kratzigen Kehle und eine besonders fiese Erinnerung aus den Erinnerungen des Menschleins ausgegraben. Davon gab es ja zu Freuden des Teufels Einige. Ein Paar sollten seine Trümpfe in der Hinterhand bleiben falls doch mal wieder Kampfesmut aufflackern sollte. Doch fast bezweifelte er es. Gut so, Freundchen.Jetzt ist meine Zeit da. Jetzt gönn ich mir meinen Spaß auf Kosten deines einstigen Rufes. ...
...und wo fang ich am besten an?

Das war tatsächlich eine berechtigte Frage. Wäre sein Körper noch ein Käptain der Marine hätte er dort mit großer Sicherheit gewütet und das selbst trotz der Gefahr durch diesen einen Teufel dem er Respekt zu zollen hatte. Naja, das Massaker konnte der doch sicherlich auf etwas anderes schieben. Würde ja nicht besonders gut aussehen, wenn der eigene Vorgesetzte und Untergebene seine Männer meuchelte und massakrierte. Sollen wir das zuerst machen?
Die Frage war wirklich im Geiste an den Menschenpart gerichtet,d er daraufhin erbebte. Och jechen...
Da kam doch tatsächlich das gedachte im Geiste des Menschlings an und ließ ihn zusammenfahren. Hehehee und dann ist das worauf du so Stolz gewesen warst dahin, Freundchen. Sein Freund war das hier bestimmt nicht.
Schön zu wissen, was aber nun das erste Hauptziel der Mordlust des hungrigen Teufels werden würde. Haben wir das, dann gibts noch so viel zu tun.
Das gab es in der Tat. Keines Falles hatte der Teufel wieder Lust sich dem Menschen da in seinem Inneren unter zu ordnen. Das Ganze hatte davor ohne Zweifel schon zu lange gedauert.
Nur eines war klar: Auch wenn es eine Ehre für ihn gewesen wäre, so würde er sich wohlwissend von der Kaiserfamilie fern halten. Allein gegen ein Batallion der Hölle sowie aller Wahrscheinlichkeit nach auch gegen seine Hoheit selbst sowie dessen sieben Schoßhündchen... Reizvoll auszutesten, aber leider, leeeiiiider der sichere Tot. Und wenn der schnell von statten ginge wäre das noch ein gnädiges Ende. Was ist schon gnädig!? Jahrelang eingesperrt zu sein jedenfalls nicht. Und seiner Hoheit wär dies ohne Zweifel zuzutrauen..., stellte der Teufel fast schon im Selbstgespräch an das menschliche Häufchen Elend in dem Eckchen, das er selbst ein behaust hatte, fest.

Der Teufel stand mittlerweile ind er Höhle und mit immer größer werdender Missbilligung nahm er seine eigene Unbeweglichkeit wahr. Das Einzige was noch ohne Probleme funktionierte waren die Augen und der teuflische Seelenpart. Mit gerümpftem Mund, dessen Haut spröde und an einigen Stellen aufgerissen war, betrachtete er die hagere Hand, die welche aus dem verschmutzten Ärmel hervorlugte. Kantig waren die Bewegungen, steif die Sehnen und knirschend gaben die trockenen Gelenke dem Kraftaufwand nach. Mehrere davon knackten misswillig. Was hast du nur angestellt mit meinem Körper..., klang der Gedanke wehmütig. Kurz flimmerte ein Bild der alten Kraft auf. Wild und ungebändigt war er gewesen, voller Kraft und verzweifeltem Selbstbewusstsein. Das einbzige Mal... ...ja, das einzige Mal wo der Teufel wirken durfte bevor sich wieder die Fesseln auf ihn gestürzt hatten. Und dann dieses enttäuschte Gesicht des einen.
Ein Grinsen erhellte die Züge der Teufelsseele und auch die ungesund aussehende Haut auf dem physischen Gesichts straffte sich unter einem bösen Schmunzeln. Erinnerst du dich?
Damals war er wieder der STURMWIND, der er von Anfang an hätte sein können, wäre er nicht eingesperrt gewesen. All die Zeit, all diese verschwendete Zeit.
Wütend spielte er das so unendlich enttäuschte Gesichtchen des Einen immer und immer wieder seinem menschlcihen Part vor. Eine Endlosschleife. Ein Karussel der Verzweiflung. Gemischt mit weiteren unwirrschen, vom Teufel verzogenen und zurechtgebastelten Erinnerungsszenen.

Sich versichernd, dass da nicht gleich doch noch irgendein Funke des Aufbegehrens aufflammte und die Freiheit des Teufels gefährdete, machte dieser sich daran, seinen irdischen Körper ausgiebig zu strecken. Die Gelenke fühlten sich so unendlich verrostet an, die Muskeln bei jeder Bewegung wie unwilliges, vertrocknetes Gummi und dann erst das Innenleben. Fast völlig dem Stillstand erlegen. Es war knapp gewesen. Länger hätte er nicht brauchen dürfen, denn dann wäre der Körper ein lebendiges Gefängnis für den Teufel gewesen. Völlig ausgezehrt und unfähig sich auch nur einen Millimeter zu bewegen. Komplett unbrauchbar. Schlimmer als das zuvor, wo sie wenigstens noch 'gelebt' hatten bzw. der Menschenteil dies getan hatte.
Er hatte Hunger. Wissen tat er dies, aber das entsprechende Organ, welches dafür zuständig war rumorte nicht ein Stückchen. Es hatte schon vor Ewigkeiten aufgegeben sich bemerkbar zu machen. Armes Dingelchen. Ein paar leichte bemitleidende Klopfer auf die Magengegend zur Anerkennung und als stilles Versprechen, sowas nie wieder zu zu lassen.

Wackelig und mit großer Missbilligung darüber tapte der Teufel den Weg entlang, den er sich genau gemerkt hatte. Den, welchen der schwache Mensch sich hierher geschleppt hatte. Er musste sich an der Felsenwand abstützen. Welch eine Schmach. Erniedrigung pur für eine vor Kraft strotzenden Seele. Der Kraftaufwand zerrte sogar an der Grundessenz des Teufels und so wurde die Miene zu einer eisernen Fratze. Erstmals spürte er auch soetwas wie Kälte um sich herum und begann zu schlottern. Raaaaah! Wütend wurden dem Elendshäufchen wieder seelenvergiftende Bilder vor Augen geworfen. Mit ein wenig Genugtuung wahrgenommen, wie dieses noch mehr in sich zweifelte.
Ein sachter Windhauch, die Andeutung dem Ausgang dieses Ortes näher zu kommen ließ den Teufel innerlich schon jubilieren.
avatar
Sue
Admin

Anzahl der Beiträge : 234
Anmeldedatum : 11.01.14
Alter : 31
Ort : Berlin

http://old-legends.forumieren.net

Nach oben Nach unten

Nach oben


 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten